Quality in caregiving

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Beobachten und dokumentieren

IPS-Methode und Portfolio

Beobachten und Dokumentieren sind die Grundlage einer reflektierten pädagogischen Arbeit. Kinder beobachten bedeutet auch Kinder beachten, also die Dinge dieser Welt aus der Perspektive des spezifischen Kindes zu sehen und das Kind in seiner Ganzheit verstehen zu versuchen. Es dient gleichzeitig der kritischen Reflektion unserer Rolle als Erwachsener/Erzieher. Anspruch der Bildungsbeobachtung und Dokumentation ist es, Handeln und Entwicklungsstand des Kindes möglichst objektiv zu erfassen und zu verstehen ohne dadurch von unseren eigenen subjektiven Wahrnehmung und Werturteilen beeinflusst zu werden.

Als Träger haben wir den Anspruch, unsere Fachkräfte stetig dabei zu unterstützen, sich zu reflektieren und ihre Beobachtungen zu hinterfragen. Deswegen ist es wünschenswert, wenn eine Fachkraft ihre Beobachtung nicht alleine durchführt, sondern sich in allen Phasen mit einem Kollegen oder einer Kollegin austauscht.

Beobachtung und Dokumentation ist dabei als prozesshafter Ablauf zu sehen, welcher mehrere Phasen durchläuft. Er beginnt mit einer gründlichen Planung der Beobachtung. Danach folgt die Durchführung, Dokumentation und Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse und ggf. eine Konsequenz, z.B. eine Fördermaßnahme oder Intervention, eine Entscheidung oder ein pädagogisches Angebot.

Ähnlich wie für die alltagsintegrierte Sprachentwicklung so nutzen wir auch für die Entwicklungsdokumentation seit vielen Jahren die IPS-Methode von Kornelia Schlaaf-Kirschner. Abhängig vom Alter gibt es dabei unterschiedliche Beobachtungsschwerpunkte:

  • für Kinder unter drei Jahren die Beobachtungsbereiche Hören, Sehen und Verstehen; Sprechen; Bewegung und Geschicklichkeit; Körperkontrolle; Emotionalität und soziales Miteinander und Denken;
  • für Kinder von drei bis sechs Jahren die Beobachtungsbereiche Spielen; Sprechen, Hören und Sehen; Denken; Bewegung; Lebenspraxis und soziales Miteinander/Emotionalität.

Auf Basis der Kriterienkataloge von Schlaaf-Kirschner und auf Basis von freien Beobachtungen erstellen wir schriftliche Entwicklungsberichte, die als Basis für die zweimal jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche mit den Eltern dienen. Seit dem Kitajahr 2020/21 dokumentieren wir digital. Dabei kommt auch die KiTaPLUS-Gruppenapp zum Einsatz.

Neben den Entwicklungsgesprächen arbeiten wir mit Portfolios. Das Wort Portfolio setzt sich aus den beiden lateinischen Wörtern „portare“ („tragen“) und „folium“ („Blatt“) zusammen und bezeichnet eine Sammlung von Dokumenten. So soll für jedes Kind eine Sammlung persönlicher Dokumente erstellt werden. Das Kind erhält die Möglichkeit, selbst das Portfolio mitzugestalten, sei es durch gemalte Bilder, Gebasteltes oder Geschriebenes.

Wir sind Mitglied bei:

Deutscher Kitaverband
Förderverein Frühe Bildung in der Kita
Transparente Zivilgesellschaft